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Iyicakmaz im Interview

Akın Iyicakmaz hat den Fußball im Blut. Als Spieler beackerte er das Zentrum im Mittelfeld, bereitete zahlreiche Treffer für seine Kollegen vor und war auch selbst vor dem Tor erfolgreich. Seine Karriere führte ihn bis in die Verbandsliga, die heutige Oberliga. Nach einer Saison wie keine zuvor, die ihm als Trainer und seinen Spielern gleichermaßen durch die Corona-Pandemie Enormes abverlangte, bescheinigt der Güdderather Coach seinen Schützlingen eine beeindruckende Saisonleistung und verrät, dass er noch viel mit der Eintracht vor hat.

Akin, Glückwunsch zum Aufstieg in die Kreisliga B. Wie bewertest du diesen Erfolg hinsichtlich der großzügigen Regelung des FVN?

Iyicakmaz: Vielen Dank! Natürlich freuen wir uns sehr über den Aufstieg. Eigentlich hätten wir am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde ein Heimspiel gehabt. Jeder von uns kennt diesen Moment wenn die Begegnung abgepfiffen wird, der Aufstieg perfekt ist, alle Dämme brechen und wir gemeinsam mit unseren Zuschauern, Freunden und Unterstützern ausgiebig feiern können. Uns wäre also ein rein sportlicher Aufstieg lieber gewesen.

Dennoch ist der Aufstieg eine Belohnung für die bis dato investierte Mühe. Die Mannschaft hat während der Qualifikationsrunde überzeugt und auch die beiden Partien in der Aufstiegsrunde wurden souverän absolviert. Wäre der Aufstieg also auch ohne die Corona-Sonderregelung drin gewesen?

Iyicakmaz: Zurückblickend bin ich davon überzeugt, dass wir den Aufstieg auch ohne die Sonderregelung gepackt hätten.

Erfolg und ein positives Auftreten bleibt nicht lange unbemerkt. Zuletzt gab es attraktive Gerüchte um einen möglichen Vereinswechsel. Dennoch hast du dich klar positioniert und einen vorzeitigen Abgang ausgeschlossen. Warum?

Iyicakmaz: Es gab in der Tat das ein oder andere Angebot aus einer höheren Spielklasse. Selbstverständlich ist das attraktiv und man denkt drüber nach. Dennoch war und ist ein Wechsel aktuell keine Option. Ich bin mit dem Wissen zur Eintracht gekommen, dass sich der Verein in einem strukturellen Umbruch befindet und meine Person dazu beitragen sollte, dass Projekt voranzutreiben. In Güdderath genieße ich viele Freiheiten, habe keinen Druck und das familiäre Umfeld passt zu meiner persönlichen Philosophie und Einstellung. Daher gab und gibt es keinen Grund dem Verein den Rücken zu kehren. Wir haben weiterhin noch viel vor.

Im September soll wohlmöglich die neue Saison beginnen. Was ist dein Ziel für die kommende Spielzeit?

Iyicakmaz: Wir freuen uns sehr auf die Kreisliga B-Saison und hoffen, das es im September wirklich los geht. Aktuell steht eine fixe Bestätigung seitens des Verbandes ja noch aus. Was das Ziel betrifft, so wollen wir realistisch bleiben. Der Klassenerhalt ist das A und O. Alles darüber hinaus nehmen wir natürlich sehr gerne mit.

Eine Sache noch zum Schluss. Du hast, für die Kreisliga C eher unüblich, sehr offensiv spielen lassen, hoch gepresst und Ballbesitz gefordert. Das erinnerte stark an die taktische Ausrichtung der Borussia unter Trainer Marco Rose. Ein Zufall?

Iyicakmaz: Nein, keineswegs. Ich bin ein großer Fan der taktischen Ausrichtung und der Spielphilosophie von Marco Rose – eine regelrechte Inspiration, nicht nur für mich sondern auch für meinen Co-Trainer Alexander Dahmen. Das hohe Anlaufen, die intensive Laufbereitschaft, die Vertikal-Angriffe. All das haben wir mit unseren Jungs Einheit für Einheit einstudiert und perfektioniert. Die Mannschaft hat das bis zur Corona-Pause hervorragend umgesetzt, darauf sind wir sehr stolz. Ein großes Kompliment an das Team.

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