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Interview mit Bernd Schnittke

Bernd Schnittke, auch bekannt als “Mister Güdderath”, ist nicht nur Geschäftsführer sondern ein echter Fußball-Enthusiast und eine feste Institution im Mönchengladbacher Amateurfußball. Sein Herz schlägt ebenso für die Eintracht wie auch für die Gladbacher Fohlen. Seinem Hobby geht er mit großer Leidenschaft und Engagement nach und steht im zarten Alter von 49 Jahren auch gerne selbst auf dem Platz. Wir haben uns mit Bernd im Rahmen des Aufstiegs in die Kreisliga B unterhalten. Über den Erfolg, die aktuelle Situation und was er sich für die Zukunft wünscht.

Bernd, als Geschäftsführer der Güdderather Eintracht ist der jetzige Aufstieg in die B-Liga nach 2015/16 der Zweite innerhalb einer Dekade. Wie bewertest du diesen Erfolg?

Schnittke: Beide Aufstiege sind für mich persönlich und für den Verein etwas ganz Besonderes. In der Vergangenheit wurden wir immer wieder totgesagt. Umso stolzer bin ich heute, dass wir seit 2010 zwei Aufstiege bejubeln durften – und das mit geringfügigen Mitteln.

Während der Spielzeit 2018/19 wurden die Weichen für ein “neues Güdderath” gestellt. Bist du mit den Entwicklungen zufrieden?

Schnittke: Wir konnten mit externen sowie internen Personalien ein kompetentes Team in die bestehende Vereinsstruktur integrieren und somit die Neuausrichtung des Clubs vorantreiben. Einen Einzelnen dabei herauszustellen liegt mir fern, denn es sind die gebündelten Expertisen unserer jeweiligen ehrenamtlichen Helfern die das große Ganze ausmachen.
Sportlich gesehen ist unsere Erste Mannschaft sehr gut aufgestellt und natürlich das Aushängeschild des Vereins. Dennoch wollen wir nun unser Augenmerk auf die Reserve richten, diese mit gezielten Neuverpflichtungen verstärken und langfristig konkurrenzfähig machen.

Du hast bereits die geringfügigen Mittel erwähnt. Dennoch soll trotz des “Low Budget”-Fahrplans die Eintracht auf lange Sicht gesehen konkurrenzfähig bleiben. Gerade im Bezug auf Neuverpflichtungen ist dies nicht immer einfach, da heutzutage Handgelder selbst in der Kreisliga C nichts unübliches mehr sind. Was spricht dennoch für eine Mitgliedschaft und Güdderath im Allgemeinen?

Schnittke: Wir setzten vor allem auf charakterstarke Menschen. Spieler, die unsere Philosophie verstehen und Teil einer besonderen Vereinsgeschichte sein wollen. Zugegeben, Handgelder und finanzstarke Vereine sind mit Sicherheit attraktiver. Aber es verändert den Kern eines Spielers und führt Menschen nicht zusammen. Für uns spricht im Besonderen der familiäre Umgang mit allen Mitgliedern und Besuchern – das war schon immer so und wird auch in Zukunft bleiben.

Gerade Medial können sich die Publikationen der Eintracht sehen lassen. Wie wichtig ist dir die Außendarstellung des Vereins?

Schnittke: Dank Alexander Dahmen, der nicht nur als Co-Trainer die Erste Mannschaft betreut sondern sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit im Verein kümmert, sind wir medial erstklassig aufgestellt. Seiner Tätigkeit ist es zu verdanken, dass der Verein stetig mehr Reichweite und Bekanntheit erhält. Für uns als kleiner Verein der im Schatten der Spielvereinigung aus Odenkirchen steht ist die Außendarstellung sehr wichtig. Mittlerweile möchte ich behaupten, dass wir im Mönchengladbacher Amateurfußball unter den Top 5 rangieren was die mediale Ausrichtung angeht.

Nächstes Jahr wird die Eintracht 111 Jahre alt und gehört somit zu einem der ältesten Fußballvereine in der Stadt Mönchengladbach. Tradition pur… aber ist das in der heutigen Zeit noch etwas wert?

Schnittke: Wie eben schon erwähnt sind Handgelder in den unterklassigen Ligen nichts außergewöhnliches mehr. Tradition wird also mit Füßen getreten und ist in der heutigen Zeit kaum noch etwas wert. Dennoch wollen wir diese weiter pflegen, uns treu bleiben, müssen aber auch auf die Entwicklungen im Amateurfußball eingehen.

Eine abschließende Frage noch. Was sind deine Ziele als Geschäftsführer für die nächsten Jahre?

Schnittke: Das ist mit einem Wort schnell beantwortet: Beständigkeit!

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